TUGCE ALBAYRAK

 

Tuğçe Albayrak wurde am 15. November 2014 auf dem Mc Donald's- Parkplatz in Offenbach-Kaiserlei Opfer eines Gewaltverbrechens, nachdem sie sich für zwei schutzbedürftige Kinder eingesetzt hatte. Über ihren Tod hinaus rettete sie durch ihren Organspende-Ausweis Menschen das Leben. Tue Albayrak war die Tochter türkischer Eltern. Sie wuchs in Bad Soden-Salmünster in Mittelhessen auf. Nach ihrem Abitur an der Kinzig-Schule in Schlüchtern studierte sie die Fächer Deutsch und Ethik für das Lehramt an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie war eine lebensfrohe, fleißige, zielstrebige, energievolle junge Frau. Ihr Studium finanzierte sie sich mit einem Nebenjob. Sie war begeisterte Musik-, Sport- und Literaturliebhaberin. Balletttanzen, Klavierspielen, Rettungsschwimmen, Inlineskaten begleiteten ihr Leben. Freunde und Bekannte beschreiben sie als eine sehr hilfsbereite, dauernd lächelnde Persönlichkeit. Das Schicksal der jungen, hübschen Frau löste weltweit starke Emotionen aus und zog enorme Aufmerksamkeit auf sich. Tuğçe war monatelang Thema in Tageszeitungen, TV-Sendern und sozialen Netzwerken. Liveübertragungen, Petitionen, Kondolenzschreiben von Politikern, Prominente, die sich zu Wort meldeten sowie Mahnwachen, die mit tausenden Menschen gehalten wurden, begleiteten diesen tragischen Fall. 

Tuğçe ist für ihr zivilcouragiertes Handeln mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden. Die Stadt Bad Soden-Salmünster hat eine Gedenktafel an Tuöges Geburtskrankenhaus anbringen lassen, auch ihr Studienort Gießen würdigt ihr Andenken mit einer Gedenkstein mitten im Campus. Auf dem 11. Bundeskongress der Türkischen Gemeinde in Deutschland 2017 unter dem Motto "Vielfalt leben - Deutschland gemeinsam gestalten", wurde Tuöce für ihre Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und ihren mutigen Einsatz für eine solidarische Gesellschaft geehrt. Bereits 2015 erhielt sie den Deutsch-Türkischen Freundschaftspreis "Kybele", mit dem Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um Integration und die deutsch-türkische Freundschaft besonders verdient gemacht haben. 
 

 

TUGCE ALBAYRAK E.V.


In Gedenken an Tuğçe und ihr gerechtes Handel verspürten Familie, Angehörige und Weggefährten die Mission, Verantwortung zu übernehmen, und gründeten daher den gemeinnützigen "Tuğçe Albayrak"-Verein. Dieser Verein möchte das Andenken der Studentin bewahren und gleichzeitig ihre Werte weitertragen. Hier möchte man einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten um dem Vereinsmotto „For a better World" gerech zu werden. Gewalt soll in der Gesellschaft ganz unten stehen und Nächstenliebe ganz oben. Dieser Gedanke eint die Gründungsmitglieder und somit kam es am 28.01.2015 in Frankfurt am Main zu der Gründung des Vereins.

WORKSHOPS AN SCHULEN

REICHWEITE 2019

  • 8 SCHULEN  

  • 200 SCHÜLER 

Mit dem Schultheater-Studio e.V. Frankfurt werden Workshops an Schulen gehalten. So wollen wir zumindest einem Teil von Tuğçes Anspruch, den Kindern etwas für das Leben zu vermitteln, nachkommen. Es handelt sich um theaterpädagogische Workshops zur Gewaltprävention. Die Workshops werden von Theaterpädagogen und Pädagogikstudenten mit theaterpädagogischer Zusatzqualifikation durchgeführt. Das Programm wird flexibel an die jeweilige Zielgruppe angepasst, auch im Hinblick auf die jeweilige Deutschkenntnisse und intellektuellen Vorraussetzungen der Teilnehmer. Bei den Theaterproben lernen Kinder Aggressionen in Alltag zu begegnen und trainieren den Mut zur Zivilcourage. Die Workshops erwiesen sich als ausgezeichnetes Mittel, um Lernprozesse in Gang zu setzen und Strukturen in der Gruppe zu erkennen. Durch den spielerisch, bewusst nicht-pädagogisch, belehrenden Ansatz werden die Schüler auf der Basis von Emotionen mit den Themen konfrontiert.

Die Arbeit wurde unterstützt von Schuldezernat und Kultusministerium Hessen. Im Jahre 2001 verlieh der Landespräventionsrat des hessischen Justizministeriums den hessischen Präventionspreis. Nach Auslauf der Fördermittel trägt sich das Schulprojekt aus Eigenmitteln und Beiträgen der Teilnehmer weshalb wir hier als Verein eingreifen und den Schulen die Teilnahme an diesem Workshop leichter machen. Um die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen wird in dem Workshop bewusst mit dem Fall von Tu
ğçe eingeleitet. So können die Pädagogen nämlich aufgrund der Bekanntheit  des tragischen Schicksals von Tuğçe einen besseren Bezug zu den Schüler herstellen.

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